Sicheres Girokonto statt Tresor
Die Bankenkrise hat das Vertrauen vieler Sparer in die Verlässlichkeit von solchen Instituten stark erschüttert. Auch jüngst häufen sich wieder die Meldungen, dass einige Banken finanzielle Engpässe haben. Manche Menschen haben das Vertrauen verloren und horten deshalb ihr Geld zu Hause im berühmten Kopfkissen oder in einem Tresor. Von Kopfkissen ist aus Sicherheitsgründen abzuraten, aber auch ein Tresor ist ein schlechter Ort für Bargeld. Von dort kann es ebenfalls entwendet werden, wenn dafür auch mehr Aufwand notwendig ist.
Eine Bank ist weiterhin der beste Platz. Trotz aller Horrormeldungen über die wirtschaftliche Entwicklung im Finanzwesen ist Geld dort absolut sicher. Das liegt an der sogenannten gesetzlichen Einlagesicherung. Dadurch ist ein Vermögen bis zur Höhe von 100 000 Euro staatlich garantiert, wenn die jeweilige Bank Insolvenz anmelden muss. Bei vielen Instituten ist die garantierte Summe sogar noch wesentlich höher, da sie sich darüber hinaus noch innerhalb von Bankenverbünden privat versichern.
Im Gegensatz zu Bargeld in den eigenen vier Wänden hat ein Girokonto als Basiskonto zudem den Vorteil, dass mit ihm finanzielle Transaktionen leicht abgewickelt werden können. Beteiligt man sich am Onlinebanking, können Überweisungen bequem von zu Hause aus getätigt werden. In der Regel ist es im Zahlungsverkehr unablässlich, über ein Girokonto zu besitzen. Löhne werden meist nicht bar ausgezahlt, der Vermieter akzeptiert keine Geldscheine. Ein Girokonto sollte deshalb jeder haben. Aber ebenso ist wichtig, nicht einfach ein solches Konto bei der nächstbesten Bank zu eröffnen. Die Konditionen für Girokonten unterscheiden sich nämlich erheblich.
Der wesentliche Aspekt sind die Kontoführungsgebühren. Einige Banken verlangen zum Teil monatliche Gebühren in Höhe von vier bis sechs Euro. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass solche Kosten viel zu hoch sind. Zumal es mittlerweile viele Banken gibt, die Girokonten kostenlos anbieten. Zwei Arten sind dabei zu unterscheiden: Bei einigen Angeboten wird ein monatlicher Mindestgeldeingang dafür vorausgesetzt. Das kann zum Beispiel eine Lohnzahlung sein. Andere Girokonten sind dagegen voraussetzungslos kostenfrei. Es lohnt sich also, Konten ohne monatliche Gebühren im Überblick anzusehen.