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Warum hochwertige Tresore?

Die ECB-S Zertifizierungsmarke schützt vor Fehlkäufen

Unsichere Zeiten verstärken das Sicherheitsbewusstsein. Gerade in Krisenphasen wächst der Wunsch, persönliche Werte zu schützen. Wer sich jetzt einen Tresor anschaffen möchte, sollte auf Qualität achten. „Das Angebot an minderwertigen Produkten ist enorm groß“, warnt die European Security Systems Association (ESSA). Die neutrale Zertifizierungsstelle erteilt auf Grundlage von Europäischen Normen die blaue ECB-S Zertifizierungsmarke für Tresore. Diese schützt vor Fehlkäufen.

Tresore, die die ECB-S Marke tragen, haben eine nachvollziehbare, anspruchsvolle Sicherheitsprüfung durchlaufen. Sie mussten ihre Widerstandskraft bei Angriffen mit modernsten Einbruchwerkzeugen unter Beweis stellen. Bei der Zertifizierung unterscheidet die ESSA verschiedene Sicherheitsstufen und Widerstandsgrade. Die Skala beginnt bei den Sicherheitsstufen S1 oder S2 nach der Europäischen Norm EN 14450 und reicht bis zu den Widerstandsgraden 0 bis V und höher nach der Europäischen Norm EN 1143-1.

Empfohlene Versicherungssumme

Zu jeder ECB-S Einstufung gibt es eine empfohlene Versicherungssumme, an der sich Verbraucher orientieren können. Bei der Sicherheitsstufe S1 darf der geplante Tresorinhalt einen Gesamtwert von 5.000 Euro nicht übersteigen, bei S2 liegt die Grenze bei 20.000 Euro. Beim Widerstandsgrad 0 liegt die Grenze bei 40.000 Euro, I ist ausreichend bis 65.000 Euro, II schützt einen Gesamtwert von maximal 100.000 Euro.

Für den gewerblich-industriellen Einsatz liegen die Grenzen wegen des höheren Risikos niedriger: Hier gilt z. B. für den Widerstandsgrad I die empfohlene Versicherungssumme von 20.000 Euro. Für S1- und S2-Produkte gibt es im gewerblichen Bereich keine Empfehlungen.

Experten raten, den eigenen Sicherheitsbedarf genau zu analysieren: Was ist schutzbedürftig, welcher Gesamtwert ergibt sich dabei und wie groß ist der Platzbedarf? Häufig unterschätzt man den tatsächlichen Wert des gesamten Inhalts, sodass im Ernstfall eine Versicherungslücke entsteht. Neben dem Schutz von Bargeld, Schmuck, Unterlagen oder Zweitschlüssel sollte der Wertschutzschrank auch Raum für beliebte Diebstahlobjekte, wie z. B. Handy, Kamera und Notebook, bieten.

Was können Tresore tatsächlich und wie können Sie das feststellen?

Beim Kauf auf die Sicherheitsstufe achten

Wer sich einen Tresor kauft, möchte Werte schützen. Aber längst nicht jeder Wertschutzschrank bietet tatsächlich den Schutz, den sein Besitzer von ihm erwartet. Noch immer sind Tresore auf dem Markt, die sich nur an längst veralteten Sicherheitsklassen orientieren. Wer solch einem Schrank vertraut, wiegt sich in trügerischer Sicherheit und könnte eine böse Überraschung erleben. Soliden Schutz garantieren nur zertifizierte Qualitätsprodukte, die mindestens dem Widerstandsgrad 0 der EN 1143-1 entsprechen. Der European Certification Board Security Systems (ECB-S) rät Verbrauchern deshalb dringend, beim Tresorkauf einen genauen Blick auf den angegebenen Widerstandsgrad zu werfen:

Produkte nach der alten Sicherheitsstufe A und B

„Produkte mit den alten Sicherheitsstufen A und B nach VDMA 24 992 sind vielleicht preiswerter, aber oft schon mit einfachen Werkzeugen zu knacken. Denn die alten A- und B-Klassen sind nur noch längst überholte Bauvorschriften, die gar nicht mehr vom VDMA kontrolliert werden.“ Der tatsächliche Widerstandsgrad dieser Tresore – das haben Testreihen des ECB S gezeigt – liegt in der Regel bis zu 80 Prozent unter dem, was die heutige EN-Norm fordert. Im besten Fall benötigt man für eine gewaltsame Öffnung nur 0,26 Minuten. Ein Fakt, von dem immer mehr Einbrecher profitieren. Bei der Kaufberatung sollte man deshalb unbedingt die ECB-S Zertifizierung nach EN 1143-1 ansprechen. Fraglich ist auch, ob bei nicht zertifizierten Tresoren im Ernstfall ausreichender Versicherungsschutz besteht. Der ECB-S empfiehlt Verbrauchern vorab zu klären, ob die vereinbarte Deckung auch bei Tresormodellen der alten A- und B-Klassen gilt.