Wie werden Tresore geprüft?
Wertschutzschränke haben die Aufgabe, hohe Werte zu schützen. Ihre Qualität ist jedoch schwer auf den ersten Blick erkennbar. Um sicher zu sein, dass die Wertbehältnisse auch halten, was sie versprechen werden laufend unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen – zum Beispiel durch den VdS – durchgeführt.
Bei diesen Prüfungen geht es dann schon mal „etwas härter zur Sache“. Neben üblichen Schlag- und Elektrowerkzeugen, wie Vorschlaghammer, Bohrmaschine oder Flex, werden auch Schneidbrenner eingesetzt, die selbst zentimeterdicke Stahlplatten durchschneiden können. Auch Spezialwerkzeuge, die vom VdS nicht genau benannt werden, kommen zum Einsatz.
Bei der anschließenden Bewertung der Ergebnisse wird zum einen die Zeit berücksichtigt, die benötigt wurde um den Tresor zu knacken und zum anderen auch gewertet, welches Werkzeug zum Einsatz kam. Schweißbrenner und schweres Elektrowerkzeug werden hier stärker gewertet, als leichteres Werkzeug. Mittels speziellen Rechenformeln werden diese Ergebnisse dann in Resistance Units (RU), also Widerstandseinheiten, umgerechnet. Hierbei wird außerdem noch nach Teil- oder Vollzugriff unterschieden. Schließlich werden hieraus die im Handel gebräuchlichen Widerstandsgrade ermittelt.